Datenrettung von Festplatten
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Eine Festplatte ist ein Speichermedium, das aus einer oder mehreren runden Scheiben (normalerweise aus Aluminium oder Kristallkeramik) besteht, die mit einem elektromagnetischen Material beschichtet ist. Diese Beschichtung ermöglicht die Speicherung von Daten. Diese Platten oder Scheiben (sog. Plattern), deren Anzahl je nach Kapzität der Einheit variiert, sind eine über der anderen angebracht und werden von einer Achse durchschnitten. Sie drehen sich mit gleichmässiger Geschwindigkeit. Diese Drehzahl wird in Umdrehungen pro Minute gemessen.

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Der Motor der Platte gibt ihr die Drehbewegung. Um an die auf der Platte gespeicherten Daten zu gelangen, hat diese einen winzigen Kopf für jede Platte, der die Daten speichert und liest. Dieser Kopf schwebt in der Luft mittels eines Armes, der verhindert, dass der Kopf die Plattenoberfläche berühren kann. Der Arm wird von einem Aluminiumteil gehalten, dem sog. E-Block, der sich drehen kann, da er an einer Achse aufgehängt ist. Die Drehposition wird mittels der Spulen des E-Blocks und der daran befestigten Magnetbeschichtung kontrolliert.

Jede Kopfeinheit hat die Fähigkeit, die auf der Scheibe gespeicherten Daten zu lesen, da sie die elektromagnetische Polarität auf der Scheibenoberfläche identifizieren kann. Zum Schreiben verfügen sie über eine Schreibspule, die einen umkehrbaren elektromagnetischen Impuls auslöst, mit dem die magnetischen Partikel der Scheibe verändert werden. Je nach Position dieser Partikel stellen diese eine 0 oder eine 1 dar.

Die Festplatten sind hermetisch verschlossen, um den Eintritt von Schmutzpartikeln zu vermeiden, die die minimalen Abstände zwischen den Scheiben und den Köpfen blockieren könnten. Aus diesem Grunde kann die Öffnung einer Festplatte zur Datenrettung nur von Laboratorien vorgenommen werden, die über einen Reinraum der Klasse 100 verfügen, in denen die Luft partikelfrei ist.

Die logische Verteilung der Festplatte besteht aus der Teilung der Scheibenoberfläche in konzentrische Ringe, den sog. Spuren. Die Spuren sind ihrerseits in Sektoren oder Blöcke aufgeteilt, von denen normalerweise jeder für 512 Datenbytes eingerichtet ist. Die geometrisch übereinanderliegenden Spuren werden zu einem Zylinder zusammengefasst. Zuguterletzt können die Sektoren oder Blöcke in Cluster oder Zuweisungseinheiten unterteilt werden.

Wir können die Geräte, in denen die Festplatten untergebracht werden, nach Grösse unterscheiden. Auf diese Art haben wir:
  • Festplatten für Tischcomputer: Diese sind die größten, mit 3,5" und die meist benutzten Festplatten. Ihre Speicherkapazitäten wachsen täglich und überschreiten bereits 300 GB.
  • Festplatten für tragbare Schoßcomputer (Laptops): Diese sind die am meisten für tragbare Computer benutzten Festplatten, die 2,5" verbinden die hohe Speicherkapazität mit geringen Massen.
  • Microdrives: Es handelt sich um sehr kleine Festplatten mit 1", die bei geringemStromverbrauch und grosser Kompaktheit sehr leistungsfähig sind. Ihre Kapazität geht von 340 MB bis zu den neuesten Modellen mit 4 GB, und ihre Anwendung reicht von Digitalkamaras über PDAs, bis hin zu Audiospielern, usw...
  • RAID Systeme: (Redundant Arrays of Inexpensive Disks): Es handelt sich um Ansammlungen von Festplatten mit Duchmesser 3,5", die zur Erreichung eines der folgenden Ziele zusammengelegt werden: höhere Speicherkapazität, Redundanz der Daten, die eine Restaurierung dieser im Falle eines Fehlers einer der Plattern erlauben, größere Zugangsgeschwindigkeit oder mehrere der vorigen Ziele. Diese Systeme werden je nach Zusammensetzung der Plattengruppen RAID 0 oder RAID 5 genannt.
Wir können die Festplatten auch nach interfaz oder Schnittstellen klassifizieren. Ein Interface ist die physische und funktionelle Verbindung zwischen zwei unabhängigen Geräten oder Systemen. In unserem Fall liegt eine Wechselwirkung zwischen den Platten und dem mit ihnen verbundenen Gerät durch verschiedene Systeme vor. Die Nutzung des einen oder des anderen Systems hängt vom Zweck, für den eine Platte bestimmt ist, ab. Es gibt zwei grosse Normen, die die Plattenschnittstellen regulieren, den Standard ATA (http://www.t13.org) und den Standard SCSI (http://www.t10.org).

Auf dieser Norm basierend wurden zwei neue Standards kreiert, mit denen die Paralleltransmission durch Serientransmission ersetzt wurde: Serial ATA (http://www.serialata.org) und Serial Attached SCSI (http://www.scsita.org).

  • IDE/EIDE FESTPLATTEN: In diesen Bereich fallen all die Geräte, die Standard ATA zur Kommunikation mit ihrem Betriebssystem verwenden. Es ist der in normalen PCs gebräuchlichste, da er ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis aufweist.

    Da das Parallelkabel seine Grenze erreichte, hat die ATA Spezifizierung ihre Leistungen verbessert und die Datentransfergeschwindigkeit erhöht, womit der Serial ATA entstand.

  • SCSI FESTPLATTEN: Akronym von Small Computer Systems Interface. Die SCSI-Technologie (oder -Technologien, da es eine Vielzahl von Varianten gibt) bietet eine hohe Datentransferenzgeschwindigkeit zwischen dem Computer und der SCSI-Festplatte.

    Innerhalb des Standards SCSI gibt es mehrere Anschlusstypen. Die SCSI von 8 Bit erlauben den Anschluss von bis zu 7 Geräten und benutzen Kabel von 50 Pins, während an die SCSI von 16 Bit oder Wide bis zu 15 Geräte mit Kabeln von 68 Pins angeschlossen werden können. Die Bezeichnung SCSI-3 ist zweideutig, da sie normalerweise auf den Typen Ultra SCSI von 8 Bit bezogen wird, aber häufig auch für den Ultra SCSI von 16 Bit (oder Ultra Wide SCSI) und Ultra 2 verwendet wird.

    Die SCSI Geräte sind teurer als die gleichartigen mit ATA Interface und benötigen außerdem eine SCSI-Treiberkarte, um sie zu betreiben, da nur die forschrittlichsten Markengrundplatten einen integrierten SCSI-Treiber haben.
Einige der wichtigsten Festplattenhersteller und ihre Modelle, mit denen Recovery Labs gearbeitet hat: (Situieren Sie Ihre Maus über dem Namen der Marke, um die Modelle zu sehen)

Fujitsu IBM-Hitachi Maxtor
Quantum Samsung Seagate
Toshiba Western Digital

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